Indevolt Node-RED Automation: Beispiele für dein Zuhause

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Maximilian Bauer 01. Jul 2026
Indevolt Node-RED Automation: Beispiele für dein Zuhause

Wer eine Solaranlage von Indevolt hat, kennt das Problem: Der Strom kommt tagsüber, aber gebraucht wird er oft am Abend. Genau hier kommt Node-RED ins Spiel. Node-RED ist ein kostenloses Werkzeug, mit dem man Geräte, Sensoren und Software ganz einfach miteinander verbinden kann – ohne dass man ein Programmierprofi sein muss. Man zieht einfach kleine Kästchen (sogenannte "Nodes") mit der Maus zusammen und verbindet sie mit Linien. Fertig ist ein automatischer Ablauf.

In diesem Artikel zeigen wir dir echte Beispiele, wie du Node-RED zusammen mit deiner Indevolt Anlage nutzen kannst. Egal ob du gerade erst mit Balkonkraftwerken oder größeren Solarsystemen angefangen hast – hier findest du praktische Ideen, die du direkt umsetzen kannst.

Was ist Node-RED überhaupt?

Node-RED wurde ursprünglich von IBM entwickelt und ist heute ein Open-Source-Projekt. Es läuft auf fast jedem Gerät: einem Raspberry Pi, einem alten Laptop oder sogar direkt auf manchen Wechselrichtern. Die Idee dahinter ist einfach: Man verbindet visuelle Blöcke, die jeweils eine kleine Aufgabe erledigen – zum Beispiel "lese den aktuellen Batteriestand aus" oder "schalte die Steckdose ein, wenn die Sonne scheint".

Für Besitzer eines Indevolt Systems ist das besonders praktisch, weil viele Indevolt Geräte Daten über offene Schnittstellen wie MQTT oder eine lokale API bereitstellen. Das bedeutet: Du kannst diese Daten direkt in Node-RED einlesen und daraus automatische Regeln bauen.

Beispiel 1: Geräte automatisch einschalten, wenn genug Solarstrom da ist

Das häufigste Beispiel ist die sogenannte Überschuss-Automatisierung. Die Idee: Sobald deine Solarmodule mehr Strom produzieren, als dein Haus gerade braucht, soll ein Gerät automatisch starten – zum Beispiel die Waschmaschine, der Trockner oder eine Wärmepumpe.

So könnte der Ablauf in Node-RED aussehen:

  1. Ein Node liest alle 30 Sekunden den aktuellen Überschuss aus deinem Indevolt Wechselrichter aus.

  2. Ein Vergleichs-Node prüft, ob der Überschuss über 1.000 Watt liegt.

  3. Wenn ja, schickt Node-RED einen Befehl an eine smarte Steckdose, die das Gerät einschaltet.

  4. Sinkt der Überschuss wieder, schaltet sich das Gerät automatisch aus.

Beispiel 2: Batterie schonen bei niedrigem Ladestand

Ein weiteres beliebtes Beispiel ist der Batterieschutz. Niemand möchte, dass der Speicher ständig komplett leer läuft, denn das verkürzt die Lebensdauer. Mit Node-RED kannst du eine Regel bauen, die automatisch eingreift:

  • Sobald der Ladestand der Batterie unter 20 Prozent fällt, sendet Node-RED eine Push-Nachricht auf dein Handy.

  • Gleichzeitig wird ein Node aktiviert, der stromhungrige Geräte wie den Pool-Filter oder die Klimaanlage automatisch pausiert.

  • Steigt der Ladestand wieder über 30 Prozent, schalten sich die Geräte von selbst wieder ein.

Das Schöne daran: Du musst nichts mehr manuell überwachen. Die Automatisierung übernimmt das für dich, rund um die Uhr.

Beispiel 3: Wettervorhersage in die Planung einbeziehen

Node-RED kann auch mit externen Wetterdiensten sprechen. Das ist besonders hilfreich, wenn du planen willst, wann du am besten Strom verbrauchst oder speicherst.

Ein typischer Ablauf:

  1. Ein Node holt sich jeden Morgen die Wettervorhersage für den Tag.

  2. Wird viel Sonne vorhergesagt, plant Node-RED größere Verbraucher (zum Beispiel das Laden eines Elektroautos) für die Mittagszeit ein.

  3. Ist bewölktes Wetter angesagt, wird die Batterie über Nacht stärker geschont, damit genug Reserve für den Tag bleibt.

Diese Art von vorausschauender Automatisierung nennt man auch "prädiktive Steuerung". Sie ist etwas fortgeschrittener, aber mit den richtigen Nodes in Node-RED gut umsetzbar, auch für Einsteiger.

Beispiel 4: Ein einfaches Dashboard bauen

Node-RED bringt ein eigenes Dashboard-Modul mit, das sich "Node-RED Dashboard" nennt. Damit kannst du dir eine kleine Übersichtsseite bauen, auf der du in Echtzeit siehst:

  • Wie viel Strom deine Indevolt Module gerade produzieren

  • Wie voll dein Batteriespeicher ist

  • Wie viel Strom dein Haus gerade verbraucht

  • Ob gerade Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird

Das Dashboard lässt sich am Computer, Tablet oder Handy öffnen. Für viele Nutzer ist das der Einstiegspunkt, bevor sie sich an komplexere Automatisierungen wagen.

Beispiel 5: Benachrichtigungen bei Störungen

Niemand möchte tagelang nicht merken, dass ein Modul ausgefallen ist oder der Wechselrichter Probleme hat. Mit Node-RED lässt sich eine einfache Überwachung bauen:

  1. Ein Node prüft regelmäßig, ob die Produktion der Anlage plötzlich auf null fällt, obwohl es hell draußen ist.

  2. Erkennt das System eine Auffälligkeit, wird automatisch eine E-Mail oder eine Nachricht über einen Messenger-Dienst verschickt.

  3. So erfährst du sofort, wenn etwas nicht stimmt, und kannst schnell reagieren.

Diese Art von Automatisierung ist besonders wertvoll für Anlagen an Orten, die man nicht täglich sieht, zum Beispiel auf einem Ferienhaus oder einer Garage.

Beispiel 6: Zeitgesteuerte Automatisierung kombinieren

Manchmal reicht eine einfache Zeitsteuerung völlig aus. Ein Beispiel: Du möchtest, dass dein Warmwasserboiler nur zwischen 11 und 15 Uhr läuft, weil in dieser Zeit meistens der meiste Solarstrom zur Verfügung steht. In Node-RED lässt sich das mit einem sogenannten "Zeit-Node" umsetzen, der ganz einfach nach Uhrzeit schaltet. Kombiniert man das noch mit dem Überschuss-Node aus Beispiel 1, hat man eine doppelte Absicherung: Der Boiler läuft nur, wenn es sowohl die richtige Uhrzeit ist als auch genug Strom vorhanden ist.

Warum lohnt sich Node-RED für Indevolt Nutzer?

Der große Vorteil von Node-RED ist die Flexibilität. Man ist nicht auf die Standardfunktionen einer App angewiesen, sondern kann eigene Regeln bauen, die genau zum eigenen Alltag passen. Gleichzeitig ist die Lernkurve überschaubar, weil man mit visuellen Blöcken arbeitet statt mit reinem Programmcode.

Wer außerdem gerade erst überlegt, in ein Indevolt System einzusteigen oder die eigene Anlage zu erweitern, sollte auch einen Blick auf aktuelle Angebote werfen. Gerade jetzt lohnt sich ein Blick auf den Indevolt Gutschein 2026, mit dem sich beim Kauf neuer Komponenten sparen lässt.

Tipps für den Einstieg

Bevor du direkt loslegst, hier ein paar einfache Tipps:

  • Klein anfangen: Baue zuerst eine einzige einfache Automatisierung, zum Beispiel das Ein- und Ausschalten einer Steckdose. Danach kannst du Schritt für Schritt komplexere Abläufe hinzufügen.

  • Dokumentation nutzen: Node-RED hat eine große Community, und es gibt viele fertige Beispiel-Flows, die man einfach importieren kann.

  • Backups machen: Speichere deine Flows regelmäßig, damit du bei Fehlern schnell zurück zu einer funktionierenden Version kannst.

  • Sicherheit beachten: Wenn du Node-RED über das Internet erreichbar machst, solltest du unbedingt ein Passwort einrichten, damit niemand unbefugt Zugriff bekommt.

Fazit

Node-RED ist ein mächtiges, aber trotzdem leicht verständliches Werkzeug, um eine Indevolt Solaranlage smarter zu machen. Von einfachen Überschuss-Schaltungen über Batterieschutz bis hin zu Wetterprognosen und Dashboards gibt es viele Möglichkeiten, den eigenen Solarstrom optimal zu nutzen. Wer bereits die passenden Module besitzt, wie in unserem Artikel über Indevolt Solarmodule: TOPCon 430W erklärt beschrieben, kann mit Node-RED den nächsten Schritt gehen und seine Anlage automatisieren. 

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Maximilian Bauer

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